Die Weißwaschung und Aneignung von Black Studies in Deutschland – Ein Community-Statement

Während die finanziellen Ressourcen der Creative Unit dazu genutzt werden, um Stellen für weiße Wissenschaftler_innen zu finanzieren, werden die Namen von Schwarzen Wissenschaftler_innen / Aktivist_innen, wenn sie denn überhaupt Erwähnung finden, ohne die entsprechende Erlaubnis als Token verwendet. Eine solche Vorgehensweise ist nicht nur ungeheuerlich und unethisch, sondern bekräftigt das koloniale Modell der Enteignung: Schwarze Deutsche dürfen weißen Akademiker_innen gern als „Rohmaterial“ und „native informants“ dienen, es wird ihnen allerdings nicht erlaubt, als eigenständige Wissenschaftler_innen zu agieren. Weiße deutsche Akademiker_innen und Aufbaustudierende hingegen stehen bereit, um von noch mehr ökonomischem und symbolischem Kapital als Teil der geplanten Creative Unit zu profitieren.

 

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